Der Südwest-Kirchhof
Als die Berliner Stadtsynode zu Beginn des 19. Jahrhunderts
nach einer geeigneten größeren Begräbnisstätte im Süden Berlins suchte,
entschied sie sich für ein ca. 200 ha großes Wald- und Heidegebiet in der
Stahnsdorfer Feldflur.
Der Südwest-Kirchhof zählt heute zu den schönsten
Friedhofsanlagen Deutschlands.
Im Einklang mit der vorhandenen Natur schuf der
Gartenbauingenieur Louis Meyer eine einzigartige Harmonie zwischen einer
Parkanlage und der märkischen Landschaft.
Persönlichkeiten aus Kultur, Politik, Wirtschaft und
Forschung wie z.B. Werner von Siemens, Heinrich Zille, Engelbert Humperdinck
und viele andere fanden hier ihre letzte Ruhstätte.
Den gestalterischen Mittelpunkt des Südwest-Friedhofes
bildet die in den Jahren 1908-1911 erbaute Kapelle. Als Vorbild diente eine
norwegische Stabkirche.
Mit dem Kirchhof kam 1913 auch die Friedhofsbahn. Sie
entwickelte sich als spätere S-Bahn für alle Stahnsdorfer und deren Besucher
zum Hauptverkehrsmittel zwischen Stahnsdorf und Berlin. Heute ist diese
Verkehrsverbindung leider nicht mehr existent, da sie in den Jahren nach dem
Mauerbau auf DDR-Seite demontiert wurde.
Dorfplatz mit Feldsteinkirche
Der Dorfplatz zählt zu den schönsten Plätzen von Stahnsdorf.
Er ist ringsum weitestgehend von einer historischen Bebauung umgeben. Sein
Antlitz wird insbesondere von der 700 Jahre alten romanischen Feldsteinkirche
geprägt. Sie stellt gleichzeitig das wertvollste Kulturgut Stahnsdorfs dar.
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